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Schulleben > Schuljahr 2016/2017

Wilhelm Tell als Solotheater – eine dramatische Geschichte von und über Schiller


Auf ganz außergewöhnliche Weise präsentierte uns Ekkehart Voigt vom Theater Als Ob am vergangenen Freitag, dem 21.10.2016, das letzte Werk aus der Feder Friedrich Schillers: „Wilhelm Tell“.

Der Schauspieler übernimmt dabei alle Rollen selbst. Er verstellt einfach die Stimme, spielt viel mit Mimik und Gestik oder wechselt schnell die Kopfbedeckung. In unserer Turnhalle ist dafür eine Bühne aufgebaut. Auf der linken Seite befindet sich die „Schillerecke“, eine Art Gedenkplatz an den Dichter mit Kerze und einem Bild der Schillerstatue in Weimar… in der Mitte zwei helle Holzgestelle, die sowohl als Sitzgelegenheit dienen, aber auch schnell in Berge oder ein Haus verwandelbar sind. Im Hintergrund Stangen mit Hüten, zwei Lanzen; rechts ein Requisitentisch mit Pfeilen. Beeindruckend ist vor allem die mittelalterliche Armbrust.

Aus der Sicht des Knaben Walter Tell erzählt Voigt den auf die Haupthandlung gekürzten Stoff und wechselt dabei schnell zwischen moderner Sprache und dem Originaltext des Schauspiels. Er knüpft bewusst Kontakt zum Publikum, so stellt er Fragen oder lässt uns alle den Rütli-Schwur mitsprechen. Da werden die Schüler zum Teil unsicher, doch Ekkehart Voigt versteht es, die Aufmerksamkeit wieder voll auf die Tell-Handlung zu lenken.
Besonders gut gelungen sind die Szenen um den sogenannten Apfelschuss. Zunächst amüsieren wir uns über die beiden Wächter an der Hutstange. Genial arbeitet Voigt hier mit Mimik und Stimme und vermittelt so die unterschiedlichen Charakterzüge. Dann verlangt der Landvogt Geßler von Tell, seinem Sohn Walther mit der Armbrust einen Apfel vom Kopf zu schießen. Ungeheuerlich. Schießt er? Trifft er den Apfel? – Ja! Und da ist es auch im Publikum mucksmäuschenstill.

Voigt schließt seine Vorführung mit einer Nachbesprechung für unsere Schüler, in der sie Fragen stellen können. Hier reicht die Zeit kaum aus, und auch im Anschluss an die Besprechung im Plenum scharen sich noch mehrere interessierte Neuntklässler um den erfahrenen Schauspieler.
Ekkehart Voigt brachte den Tell in dieser speziellen Adaption als Ein-Mann-Theater bereits 300mal auf die Bühne und sagt selbst, dass ihm vor allem die Arbeit mit dem jungen Publikum am Herzen liegt.




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