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Schulleben > Schuljahr 2016/2017

Theaterfahrt nach Nürnberg


„Morgen fahren wir ins Theater!“ – Der Stolz, der in der Stimme der Sechstklässlerin mitschwingt, lässt erahnen, dass ein Theaterbesuch für die Schüler immer noch ein bedeutendes Ereignis ist.

Am Mittwoch, 18. Jan. 2016, fuhren die Schüler der fünften und sechsten Klassen der Realschule Auerbach nach Nürnberg ins Theater „Pfütze“, mit öffentlichen Verkehrsmitteln – Bus, Bahn und U-Bahn –, wie es sich für eine angehende „Energieschule“ des Landkreises Amberg-Sulzbach gehört. So wird den Schülern bewusstgemacht, dass Mamas Auto nicht das einzige Transportmittel ist. Ein Schüler bekannte: „Seit wir das letzte Mal mit der Schule unterwegs waren, bin ich nicht mehr im Zug gesessen.“

Im Theater „Pfütze – vom Leben ein Stück“ wurde der Abenteuerklassiker „Moby Dick“ von Herman Melville unter der Regie von Karin Eppler gegeben. Ein Junge namens Ismael will sich die Welt anschauen und heuert deshalb auf einem Schiff an, das eher die Bezeichnung „schwimmender Sarg" verdient. Ismael lernt auf der Fahrt im Pazifik das harte Leben auf See und die derbe Gesellschaft der Walfänger kennen. Die Jagd nach den gewaltigen Riesen der Meere verspricht jede Menge Abenteuer. Aber Kapitän Ahab verfolgt ein anderes Ziel: Moby Dick zur Strecke zu bringen, der ihn um sein Bein gebracht hat. Für die Rache an ihm ist ihm kein Preis zu hoch. Er wird tatsächlich den gesuchten weißen Pottwal Moby Dick aufspüren. Die Begegnung mit ihm hat – wie prophezeit – den Untergang des Schiffes und den Tod der gesamten Besatzung zur Folge. Nur Ismael hat überlebt – um die Geschichte von der Jagd auf Moby Dick aufzuschreiben.

Mit viel Witz, Körpereinsatz, Stimmkraft und Phantasie gelang es den drei (!) Schauspielern hervorragend, die Geschichte zu spielen. Jeder Darsteller verkörperte zwei Rollen, die sich durch kleine Änderungen in der Bekleidung und Körperhaltung sowie Aussprache deutlich unterschieden. Den Fortgang der Ereignisse erzählten die Schauspieler, indem sie sich vor das Deck des Schiffes stellten. Durch Aufklappen desselben verwandelten sie das Bühnenbild im Handumdrehen, und die Kojen der Matrosen unter Deck wurden sichtbar. Die ständige Präsenz auf der Bühne und die klangvollen Gesangseinlagen stellten hohe Anforderungen an das Können der Schauspieler.

„Die Kinder von heute sind die Gesellschaft von morgen. Kindertheater weckt Emotionen und regt zum Nachdenken an. Es schafft gemeinsame Geschichten, fördert die Kommunikation und den Dialog zwischen den Generationen. Theater bildet: Herz, Verstand sowie die Gemeinschaft.“ So formuliert die Homepage der „Pfütze“ ihren pädagogischen Auftrag. Die Theaterleute suchen diesem Anspruch mit hohem handwerklichem Niveau und persönlichem Engagement gerecht zu werden.

Die Schüler fanden das Theater sehr spannend und lustig. Durch die Bewegungen der Schauspieler wurde immer wieder deutlich, dass sich alles an Bord eines Schiffes zutrug. Am meisten Sympathie erntete der Harpunier Queequeg, der nur gebrochen Deutsch sprach, mit seinen Walfangerlebnissen prahlte und einfach liebenswert war. Die Atmosphäre im abgedunkelten Theater mit den aufsteigenden Zuschauerrängen – man schaut auf die Bühne hinunter – genossen die Schüler sichtlich. 60 Minuten lang waren sie Aug‘ und Ohr. Es stimmt: Ein Theaterbesuch ist eine gute Möglichkeit, „Herz, Verstand sowie Gemeinschaft“ zu bilden. Auch die störungsfreie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln trug dazu bei, dass dieser Tag sicher bei allen, auch bei den begleitenden Lehrkräften Frau Negi, Frau Meier, S. M. Theresia, S. M. Thekla und Herrn Forster, in guter Erinnerung bleiben wird.

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