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Schulleben > 2016/2017
Frankreichfahrt

Wie? Der Bus steht nicht vor dem Schulhaus? Bei der diesjährigen Frankreichfahrt der Realschule Auerbach in der vergangenen Woche gab es aufregende Neuerungen. Statt traditionell mit dem Bus fuhren die Schüler mit dem Zug nach Nancy, statt in der Jugendherberge übernachteten die Schüler allesamt bei Familien, und schließlich wurde das Besichtigungsprogramm auch noch durch einen  Schulbesuch ergänzt.  

Schon lange freuten sich die Französischschüler der neunten Klasse der Auerbacher Realschule darauf,  das  ersehnte „Bad in der Sprache“ („bain linguistique“ ) in Nancy bzw. der Partnerschule, dem Collège Albert Camus in Jarville, zu erleben. In der vergangenen Woche war es dann soweit. Da ein Bus für die siebzehn Schüler viel zu groß gewesen wäre, plante Französischlehrerin Schwester Gerlinde kurzerhand die Fahrt mit dem Zug. In aller Frühe versammelten sich die Neuntklässler zusammen mit den Lehrkräften Schwester Gerlinde und Julia Schmidt am Bahnhof in Neuhaus. Viermal umsteigen war angesagt. Doch obwohl die Schüler in Frankreich vergeblich nach Gleisnummern Ausschau hielten, verlief die achtstündige Fahrt ohne Komplikationen.
In Nancy angekommen, wurde die Gruppe von Madame Bazin, der französischen Lehrerin,  herzlich in Empfang genommen und ins Collège Albert Camus – der französischen Partnerschule – begleitet. Nach einem kleinen „Goûter“ – einem Willkommens-Snack -  ging es für alle in die Gastfamilien: alleine, zu zweit oder – eine kleine Sensation - gleich zu fünft! Denn fünf der acht Kinder einer Gastfamilie waren bereits außer Haus, so dass das Gebäude mit fünf Schülern „en plus“ - und obendrein den beiden Lehrkräften - aufgefüllt werden konnte! Die Erprobung der Französischkenntnisse in den Gastfamilien gestaltete sich aufregend und war für beide Seiten sehr amüsant. Eine bleibende Erinnerung an die Familienaufenthalte stellte das Essen dar. Etliche Schüler durften ein klassisches französisches Abendessen mit acht Gängen erleben! Und dass auch französische Hunde einen extravaganten Gaumen haben, stellten gleich zwei Schüler fest. Beide hatten ihrer Gastfamilie eine besondere Freude machen wollen und typische Wurstspezialitäten aus der Oberpfalz mitgebracht. Doch noch ehe das Gastgeschenk überreicht war, war es insgeheim bereits abgeholt worden. Nur die zerrissene Verpackung blieb übrig!   
Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Alltag einer französischen Schule konnten am nächsten Tag wahrgenommen werden. „Dass  für die Franzosen ist die Ganztagsschule Alltag und der Mittwoch ein freier Tag ist, wussten wir bereits. Aber früh müssen alle Schüler im Freien vor dem Schulgebäude warten, bis der Lehrer kommt und sie abholt!“, staunten die Jugendlichen. Die längeren Unterrichtsstunden und natürlich auch das Kantinenessen waren neu für die deutschen Schüler. Nach dem Besuch im Unterricht informierten die Gastgeber anschaulich über das französische Schulsystem, während die Auerbacher wiederum ihre Schule vorstellten, was sich für beide Seiten als sehr informativ und interessant herausstellte.
Im weiteren Verlauf der Woche wurde die Stadt erkundet. Eine Stadtrallye zusammen mit den französischen Schülern stand ebenso auf dem Programm wie eine Stadtführung mit Schwester Gerlinde, die aufgrund ihrer mehr als zwanzigjährigen Verbindung mit Nancy die Stadt mit all ihren Sehenswürdigkeiten in- und auswendig kennt und die Schüler zu den schönsten Ecken der Stadt führte. Im  Naturkundemuseum „Muséum-Aquarium de Nancy“ versuchten die Schüler, verschiedenste Fisch- und Meerestierarten anhand der französischen Beschreibungen zu identifizieren. Einblicke in die Kunst- und Kulturgeschichte erhielten sie im „Museum der Schönen Künste“, wo besonders der moderne Kunstbegriff die Schüler herausforderte. Die Jugendlichen nutzten außerdem die Chance, das Volksfest in Nancy zu besuchen oder durch die Einkaufsstraßen der Stadt zu schlendern.
Viel zu schnell mussten sich die Schüler von ihren neugewonnenen Freunden nach einem typisch französischen Frühstück in der Schule verabschieden und wieder auf die Heimfahrt begeben. Hier allerdings offenbarte sich noch einmal der Vorteil einer Zugfahrt: Eine Gruppe französischer Schüler einer anderen Schule saß auf dem Weg nach Deutschland mit im Abteil. Sogleich schlossen die Schüler Kontakt und konnten ihre Französischkenntnisse noch einmal spaßbringend anwenden. Die Auerbacher Realschüler freuen sich schon jetzt auf den Gegenbesuch der französischen Schüler im nächsten Jahr.  
Hinweise zu den Bildern:
Der Place Stanislas gehört zum Weltkulturerbe.
Im „Musée des Beaux-Arts“ konnten die Schüler Kunstwerke aus verschiedenen Epochen bewundern.
Die deutschen Schüler genießen zusammen mit den französischen Schülern Unterricht im  „Collège Albert Camus“
Kurz vor der Abreise am Bahnhof in Nancy

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