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Schulleben > 2018/2019
BERLINFAHRT 2018

„Ich will nicht nach Berlin“ – so heißt der Titel eines Liedes der Band Kraftklub. Ob wir auch so dachten? Keineswegs!
Dienstag, 12.09.2018:  Wir wollten nach Berlin! – Wir, die 10. Jahrgangsstufe des Schuljahres 2018/19. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass auf dem Lehrerparkplatz gegen 8:00 Uhr morgens zwar keine hellwache, aber eine fröhliche Gruppe Schüler in die Busse stieg. Schon ein bis zwei Stunden später wurden die ersten so richtig wach und im ersten Bus kam Partystimmung auf. Unser lieber Busfahrer „Olli“ gestattete den Hinterbänklern auch ihre Musik über die Lautsprecher im Bus zu präsentieren, was jedoch andere Schüler vergraulte. Die Lautstärke war recht unangenehm und die meisten wollten keine Ballermannlieder um 10:00 Uhr morgens hören. Als wir bereits Berlin erreicht hatten, aber noch nicht bei dem Hotel angekommen waren, traf uns ein wahrhaftiger Kulturschock wie eine Monsterwelle. Wir wollten unsere Augen gar nicht mehr von der Scheibe nehmen, denn egal wo man hinsah, es gab jedes Mal etwas Neues zu entdecken. So viele Kulturen, Gebäude, Straßen, Alleen, Kleidungsstile… Wir konnten zum Teil gar nicht fassen, dass das alles in einer Stadt war. Gegen 13:00 Uhr kamen wir an. Ab da ging es nur noch schleppend voran, wegen des Check-ins. Als wir damit fertig waren, bezogen wir unsere Zimmer. Endlich ein Ausflug, bei dem man nicht erst das Bett beziehen musste! Ein wenig später ging es los zur Stadtrundfahrt per Bus. Die ersten sprachlichen Differenzen, bzw. einen Funken „Berliner Schnauze“ brachte die Dame mit, die die Rundfahrt auch leitete. Beispielsweise benutzte die anstatt eines „g“ ein „j“, was dann so klang: „jans jünstisch“ (ganz günstig). Nach der überaus interessanten Stadtrundfahrt waren wir beim Abendessen zum ersten Mal auf uns allein gestellt und sollten uns in der „Mall of Berlin“ in Gruppen etwas Essbares suchen.  Nach der Rückkehr aller Gruppen wurde in einigen Zimmern trotz der strikt einzuhaltenden Nachtruhe um 22:00 Uhr weiter geratscht und es soll sogar ein Zimmer mit Zuckerwattemaschine und Wasserkocher gegeben haben.
Mittwoch, 12.09.2018: Am nächsten Tag waren dementsprechend dann auch alle müde, was natürlich nicht so gut war, weil es aufgrund des eng gehaltenen Programms der anstrengendste der vier Tage wurde. Das Frühstück wurde um 7:00 Uhr vom Hostel bereitgestellt und nach einem ausgiebigen Buffet mit einem außerordentlich tollen Toaster ging es auch schon los zur Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen. Die Führung wurde von ehemaligen Opfern der Diktatur auch interessant und kurzweilig gestaltet. Wenn man sich vor Augen führt, dass diese Anstalt vor nicht einmal 30 Jahren geschlossen wurde und dort vier Jahrzehnte lang meist unschuldige Menschen gefoltert und ihrer Würde beraubt wurden, kann man nicht ohne ein beklemmendes Gefühl diese Gebäude betreten. Als wir mit der Besichtigung fertig waren, begaben wir uns zur nächsten öffentlichen Kantine. Direkt danach ging es zum Holocaustmahnmal, welches von ignoranten Schülern auch unliebsam „die Steine“ genannt wurde. Etwa 45 Minuten später gingen wir auch noch zum Brandenburger Tor. Dort verweilten wir nur kurz, weil wir zum Hotel zurück mussten, damit wir uns für den Bundestag bereit machen konnten. Als alle bereit zum Aufbruch waren, liefen wir zum Bundestag und nach einer gefühlt unendlichen Sicherheitskontrolle durften wir endlich hinein. Gegen 21:00 Uhr fing dann der Vortrag auf den Zuschauerrängen des Plenarsaales an. Wir erfuhren dort viele interessante Dinge, wie zum Beispiel, dass man als deutscher Staatsbürger ab 18 Jahren ohne weiteres in den Bundestag gewählt werden kann, wenn man sich aufstellen lässt. Danach durfte man noch auf die Kuppel hinaufsteigen, welche einen wahrhaft atemberaubenden Ausblick über ganz Berlin bei Nacht bot. Als gegen 22:30 Uhr alle wieder vor dem Reichstagsgebäude standen, trotteten wir zurück zum Hotel. Ausgelaugt von dem informationsreichen und anstrengenden Tag fielen die meisten halbtot ins Bett.
Donnerstag, 13.09.2018
Am nächsten Morgen empfing uns eine verregnete Großstadt, weshalb unser Ausflug zum Wannsee buchstäblich ins Wasser fiel. Aus diesem Grund ging es nach dem Frühstück zur U-Bahn Station neben dem Hotel, von wo aus wir zum Alexanderplatz fuhren. Dort durften wir in Gruppen den Platz und die Geschäfte erkunden. Circa eine Stunde später brausten wir mit der U-Bahn zur bekanntesten Straße Berlins, dem „Ku’damm“. Dort besichtigten wir die beeindruckende Kaiser-Wilhelm Gedächtniskirche.  Danach bekamen wir die Möglichkeit, Souvenirs zu kaufen und das Hard Rock Cafe zu besuchen.  Ab hier wurden wir getrennt, weil 25 Schüler einer Bundestagssitzung beiwohnen und mit einem oberpfälzischen Bundestagsabgeordneten sprechen durften. Der Rest fuhr zum „Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité“, welches bekannt ist für seine pathologisch-anatomische Sammlung. Als dann um 17:00 Uhr das Museum schloss und wir uns wieder draußen versammelt hatten, wurde mehrheitlich entschieden, dass wir ein weiteres Mal zum Kurfürstendamm fahren, um uns dort unser Abendessen zu gönnen. Abends, als alle wieder im Hotel eingetroffen waren, begann auch schon Nachtruhe und wir gingen schlafen.
Freitag, 14.09.2018:
„Endlich der letzte Tag!“ - Das war sicher der Gedanke einiger Schüler, weil die Studienfahrt durchaus anstrengend war. Am Freitag fuhren wir nach dem Check-out zum Ufer der Spree, um dort eine einstündige Bootsfahrt zu unternehmen. Es war kühl und windig, aber es hat zum Glück nicht geregnet. Danach stiegen alle in die Busse und es ging wieder zurück in die Heimat. Die Rückfahrt verlief viel ruhiger, weil alle ziemlich geschafft waren. Fünf Stunden später kamen wir wieder in Auerbach an.  Eine wahrlich gelungene Studienfahrt!


Danke für den Film an Verena Gradl!
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