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Schulleben > 2017/2018
Berlin 2017

Das hat man als Schüler auch noch nicht erlebt: Anstatt dass am ersten Schultag nach den Sommerferien jeder müde und deprimiert aussah, wirkten alle aufgekratzt und vorfreudig! Das lag natürlich daran, dass wir nicht wie üblich im Klassenzimmer, sondern auf dem Parkplatz des Place de Laneuveville standen und Koffer anstelle von Schultaschen dabei hatten. Denn, wie jeder weiß, steht am Anfang der zehnten Klasse die Abschlussfahrt nach Berlin an.
Nach der sechsstündigen Fahrt und einem Zwischenstopp bei Mc Donalds, bei dem sich einige von uns nicht zu schade waren, auf dem Klettergerüst neben diesem Restaurant zu turnen, erreichten wir endlich die Hauptstadt. Dort bekamen wir eine Führung per Bus durch die Straßen und zu den Sehenswürdigkeiten von Berlin. Dann hatten wir Freizeit, in der wir uns mit der Großstadt vertraut machten. Dank der zentralen Lage unseres Hostels konnte man schnell zum Brandenburger Tor laufen, um dort ein Fotoshooting zu veranstalten oder es bei Nacht beleuchtet zu sehen. Andere fanden ihr Ziel mit Hilfe von Google Maps, wie beispielsweise die „Mall of Berlin.“ Das riesige Einkaufszentrum mit vier Stockwerken teilt sich in ein West- und in ein Ostgebäude, welche durch einige Brücken verbunden sind. Das vierte Stockwerk besteht nur aus kleinen, aneinandergereihten Imbissläden, es gab also für jeden Geschmack das passende Essen. Leider mussten wir halb zehn Uhr abends schon wieder im Hostel sein, da um zehn Uhr Bettruhe war.
Das Wetter am nächsten Tag zwang uns dazu, bei unserer Spreerundfahrt in der unteren Etage des Bootes sitzen, was den Ausblick etwas beeinträchtigte. Doch als wir danach mit dem Bus zum Kurfürstendamm fuhren, konnten wir zur Freude aller wieder bei Sonnenschein etwas bei den vielen Restaurants zu essen besorgen oder bspw. einen Blick ins Hard Rock Cafe werfen.
Im Museum „Story of Berlin“ bekamen wir eine sehr interessante Führung durch einen der Atomschutzbunker in Berlin. Dabei waren wir die Schutzsuchenden und unsere Führerin erklärte uns, wie die Flucht in den Bunker und Leben dort ausgesehen hätte: Temperaturanstieg auf bis zu 40 Grad, nicht genug zu trinken und nur zwei Quadratmeter Platz, um nur ein paar Fakten zu nennen. Nach dieser Auskunft hätte von uns niemand mehr dorthin gewollt, abgesehen davon, dass wir nach den zwei Wochen im Bunker sowieso gestorben wären, da die tödliche Strahlung, wenn wir wieder nach oben in die Stadt gekommen wären, noch nicht verschwunden gewesen wäre. Nach dieser fröhlichen Führung durften wir uns noch die Ausstellung ansehen, die die Geschichte Berlins auf sehr anschauliche Weise  darstellt.
Unser letzter Stopp an diesem Tag war der Bundestag. Allein die Fahrt dorthin war schon stressig genug, da einige von uns in Tracht dorthin gehen wollten. Aufmerksamkeit haben wir damit allemal auf uns gezogen, denn als wir am Brandenburger Tor anhielten, um ein Gruppenfoto zu machen, fotografierten uns nicht nur Frau Hahn und Frau Mandel, sondern auch diverse ausländische Touristen. Bevor wir dann den Bundestag betreten durften, mussten wir einen Sicherheitscheck ähnlich wie an einem Flughafen über uns ergehen lassen. Jedoch hat sich der Aufwand gelohnt. Wir durften sogar in dem Saal sitzen, in dem das Parlament tagt, während uns ein Fachmann interessante Details erzählte. Schließlich wandelten wir auch noch in die Kuppel des Gebäudes: Der Ausblick auf Berlin bei Nacht war spektakulär. An diesem Tag kamen wir erst sehr spät zurück zum Hostel und waren dementsprechend müde.
An unserem letzten Tag in Berlin besuchten wir das Denkmal für die ermordeten Juden. Die Stelen des Holocaustmahnmals dienen dem Gedenken an die sechs Millionen Juden, die unter der Herrschaft Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten ermordet worden sind. Auch die dazugehörige Ausstellung hat uns sehr berührt, denn dort erfuhren wir viele persönliche Familienschicksale.
Unser nächster Anlaufpunkt war das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds, wo wir lustige Fotos mit Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Film und Sport machten.
Im ehemaligen Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen bekamen wir einen Einblick in die Methoden von Geheimdiensten, in diesem Fall in die der ehemaligen DDR.
Ein Theaterbesuch rundete unsere Abschlussfahrt kulturell ab: Wir besuchten die Komödie am Kurfürstendamm, wo das Stück „Veronika, der Lenz ist da“ gespielt wurde. Es erzählt die Geschichte des berühmten Sextetts, welches unter der Herrschaft der Nationalsozialisten vertrieben wurde.
Schon früh am nächsten Morgen brachen wir nach Potsdam auf, um das Schloss zu besichtigen und durch die schöne Innenstadt zu schlendern, wo wir nur knapp den Auftritt von Martin Schulz verpassten.
Unser Fazit: Wir wären gerne noch länger in Berlin geblieben!

   Tamara Reisner/Lorena Kohl 10c

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